
Asbesthaltige Böden sicher entfernen
Flexplatten, Cushion Vinyl und schwarzer Kleber – der Asbest steckt meist im Untergrund.
Bei Bodenaufbauten ist selten der Belag das Problem, sondern das, was darunter liegt. Schwarzer Bitumenkleber unter Parkett oder Flexplatten enthält häufig Asbest, dazu Bitumenvoranstriche auf dem Estrich. Weil hier meist schwach gebundenes Material vorliegt, gelten strengere Regeln als beim Dach.
Erst die Schichten klären
Ein Bodenaufbau besteht oft aus vier Lagen: Belag, Kleber, Voranstrich, Estrich. Asbest kann in mehreren davon stecken. Wir nehmen deshalb getrennte Proben und legen erst danach das Verfahren fest. Wer den Belag ohne diese Klärung herausreißt, verteilt Fasern in der gesamten Wohnung – ein Fehler, der die Sanierung anschließend deutlich teurer macht.

Abschottung in bewohnten Objekten
Innenraumsanierungen laufen im abgeschotteten Bereich mit Unterdruckhaltung und Personenschleuse. Angrenzende Räume bleiben nutzbar, Möbel und Einbauten werden abgedeckt oder ausgelagert. Nach dem Rückbau folgen Feinreinigung und, wo vorgeschrieben, die Freimessung vor der Freigabe.

Untergrund für den neuen Boden
Nach der Sanierung ist der Estrich meist noch mit Klebstoffresten belegt. Wir bereiten den Untergrund so vor, dass der neue Belag direkt aufgebaut werden kann – abgeschliffen, gesaugt und auf Wunsch grundiert. Damit übernimmt der nachfolgende Bodenleger eine saubere, dokumentierte Fläche.

Was wir übernehmen
Häufige Fragen
Ist schwarzer Kleber immer asbesthaltig?
Nein, aber häufig. Schwarze Bitumenkleber aus der Zeit vor 1993 enthalten oft Asbest, manche zusätzlich PAK. Ohne Analyse lässt sich das nicht unterscheiden, deshalb wird solches Material bis zum Befund wie belastet behandelt.
Was kostet die Entfernung eines Asbestbodens?
Rechnen Sie mit etwa 40 bis 90 Euro pro Quadratmeter. Der Preis hängt stark davon ab, ob abgeschottet werden muss und wie fest der Kleber am Estrich haftet. Kleine Flächen sind anteilig teurer, weil Aufbau und Freimessung unabhängig von der Größe anfallen.
Kann der Boden einfach überbaut werden?
In manchen Fällen ja: Ein intakter, fest verklebter Belag kann unter bestimmten Bedingungen dauerhaft überbaut werden. Das muss aber dokumentiert werden, damit spätere Handwerker davon wissen. Vor einem Umbau mit Bohrungen oder Estricharbeiten ist die Überbauung keine Lösung.
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