
Asbestanalyse im akkreditierten Labor
Klarheit statt Vermutung: Materialproben sicher entnehmen und im Labor eindeutig bestimmen lassen.
Ob ein Material Asbest enthält, lässt sich mit bloßem Auge nicht entscheiden. Faserzementplatten von 1985 und asbestfreie Platten von 1995 sehen praktisch identisch aus. Sicherheit bringt nur die Laboranalyse – und die beginnt mit einer Probenahme, bei der keine Fasern frei werden.
Probenahme ohne Faserfreisetzung
Wir entnehmen die Probe befeuchtet und mit möglichst wenig mechanischer Bearbeitung, sichern die Entnahmestelle anschließend wieder ab und verpacken das Material luftdicht. Wichtig ist die richtige Stelle: Bei Bodenaufbauten reicht der Belag allein oft nicht, weil der Asbest im darunterliegenden Kleber steckt. Wir nehmen im Zweifel getrennte Proben von Belag und Kleber.

Was das Labor macht
Im akkreditierten Labor wird die Probe im Polarisationsmikroskop oder per Rasterelektronenmikroskopie untersucht. Bestimmt werden Faserart und Bindung – also ob fest gebundener Asbestzement oder schwach gebundenes Material vorliegt. Diese Unterscheidung entscheidet später über Verfahren, Schutzmaßnahmen und Kosten der Sanierung.

Vom Befund zur Entscheidung
Sie bekommen den Laborbericht mit unserer Einordnung: Muss saniert werden, kann das Material vorerst bleiben, welche Nutzung ist bis dahin unbedenklich. Bei positivem Befund erhalten Sie direkt eine Kostenschätzung für die Sanierung, damit Sie mit Zahlen weiterplanen können – etwa in Kaufverhandlungen oder in der Eigentümerversammlung.

Was in der Analyse enthalten ist
Häufige Fragen
Was kostet eine Asbestanalyse?
Eine einzelne Materialprobe mit Laboranalyse kostet je nach Verfahren rund 30 bis 80 Euro. Für ein Gebäude werden meist mehrere Proben aus verschiedenen Bauteilen benötigt. Ein vollständiges Schadstoffgutachten liegt je nach Größe zwischen 300 und 800 Euro.
Wie lange dauert das Ergebnis?
Üblich sind zwei bis fünf Werktage nach Eingang im Labor. Wenn es eilt, etwa weil ein Kauftermin ansteht, ist eine Expressanalyse innerhalb von 24 bis 48 Stunden gegen Aufpreis möglich.
Kann ich die Probe selbst entnehmen und einschicken?
Technisch ja, es gibt Einsendesets im Handel. Das Risiko liegt in der Entnahme: Sägen, Bohren oder Brechen setzt genau die Fasern frei, die man vermeiden will. Bei verwitterten Außenplatten und bei schwach gebundenem Material sollten Sie die Probenahme abgeben.
Ratgeber zum Thema
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