
Schadstoffsanierung in Brandenburg
Alte Mineralwolle, Teerpappe, Holzschutzmittel – belastete Substanz im ländlichen Bestand.
Im Brandenburger Bestand dominieren andere Schadstoffe als in der Stadt: teerhaltige Dachpappen auf Nebengebäuden, mit Holzschutzmitteln behandelte Dachstühle, alte Mineralwolle unter der Verkleidung. Bei Sanierung, Umnutzung oder Abriss kommen diese Stoffe fast immer zusammen zum Vorschein.
Teerpappe und Holzschutz
Bitumen- und Teerdachbahnen auf Ställen und Werkstätten enthalten oft PAK und dürfen nicht in den normalen Bauschutt. Dachstühle wurden vielerorts mit PCP und Lindan behandelt – bei Ausbau oder Umnutzung zu Wohnraum wird das relevant, weil die Stoffe über Jahre ausgasen. Beides klären wir vorab über Materialproben.

Umnutzung von Hof und Scheune
Wer eine Scheune zu Wohnraum umbaut, holt sich mit der alten Substanz sonst die Schadstoffe in den neuen Wohnbereich. Wir sanieren vor dem Innenausbau: belastete Dachbahnen runter, behandelte Hölzer ersetzen oder behandeln, Dämmung erneuern. Danach kann der Ausbau auf sauberer Substanz aufsetzen.

Abriss mit Vorerkundung
Vor einem Abriss muss klar sein, welche Stoffe im Gebäude stecken – sonst wird der gesamte Abbruchschutt zum gefährlichen Abfall. Eine Erkundung mit selektivem Rückbau der belasteten Bauteile ist fast immer günstiger, weil der Rest als normaler Bauschutt entsorgt werden kann.

Was wir in Brandenburg übernehmen
Häufige Fragen
Woran erkenne ich teerhaltige Dachpappe?
Am Geruch und am Alter. Teerhaltige Bahnen aus der Zeit vor 1970 riechen bei Wärme deutlich nach Teer und sind meist dunkel und brüchig. Sicherheit bringt auch hier nur eine Materialprobe.
Muss ein behandelter Dachstuhl komplett raus?
Nicht zwingend. Je nach Belastung und künftiger Nutzung reichen Reinigung und eine dichte Bekleidung zum Wohnraum hin. Bei starker Belastung und geplanter Wohnnutzung ist der Austausch der betroffenen Hölzer der sichere Weg.
Lohnt sich die Erkundung vor dem Abriss wirklich?
Fast immer. Gefährlicher Abfall kostet ein Vielfaches der Entsorgung von normalem Bauschutt. Werden die belasteten Bauteile vorher selektiv ausgebaut, bleibt der große Rest günstig entsorgbar.
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